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   Erfolgsstory
 
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 Es gibt Neuigkeiten um den Sportpark Soers herum!                                  Soers, den 24. 5.  2013
 
1. Nachdem der Abstieg der Alemannia heraus aus den Profi-Ligen besiegelt ist, bleibt  der früher für diesen Fußballverein so erfolgreiche Tivoli insofern im Gespräch, als die Grundstück-Inhaber oder Interessenten an einem Baugrundstück auf dem "Alten Tivoli" Post von der Stadt Aachen erhalten haben. Es wird diesen "Neu-Soersern" nämlich mitgeteilt, dass ihre Grundstücke eventuell eine Bodenbelastung an Schwermetallen wie Zink oder Blei aufweisen. Daraus ergeben sich nach einem Bericht der Stadtverwaltung "im Rahmen von Baumaßnahmen, die mit Eingriffen in den Boden verbunden sind, abfallrechtlich notwendige Bewertungen des anfallenden Aushubmaterials, ggf. durch eine gutachterliche Begleitung", was wohl heißt, dass man als Bauherr neben den Grundstückkosten jetzt eventuell Kosten für die "Deklarationsanalytik" durch ein anerkanntes Untersuchungsinstitut samt Gutachterkosten sowie im Falle der zu hohen Belastung eventuell Kosten für  "geordnete Entsorgung" haben könnte.  - Wer sonst als die Grundstückbesitzer sollte diese Zusatzkosten bezahlen?
Seit wann hat man diese Bodenuntersuchungsergebnisse gekannt, wenn doch die erforderlichen Bohrungen seit längerer Zeit beobachtet werden konnten? - Bodenanalysen lassen sich heute ziemlich schnell anfertigen! - Einem Zeitungsbericht vom 15.5.2013 kann man entnehmen, dass jeder potenzielle Erwerber von Grundstücken auf dem Alt-Tivoli im Vorfeld in persönlichen Gesprächen über mögliche Gründungs- und Entsorgungsmehrkosten informiert worden sei. Das ist zwar beruhigend und entschärft Kritik; nichtsdestoweniger ist den alten Soersern schon lange bekannt gewesen, dass rund um die Krefelder Strasse Altlasten aus Kriegstrümmerbeständen existieren. Man hätte diese Kenntnisse durchaus in der öffentlichen Diskussion der Umnutzung des Tivoli berücksichtigen können.
 
2. Im Zusammenhang mit Erweiterungsplänen der Turnierfläche des ALRV hat die Verwaltung auf Anfrage des Soerser Forums darüber informiert, dass die von der Stadt neu angekaufte Wiesenfläche "Brepols" in der Größe von 4 ha, die nichts mit dem bisherigen Alemannia-Ausweichparkplatz zu tun hat, im Rahmen des CHIO für die Unterbringung der Pferdetransporter und als Standort von temporären Ställen für Pferde dienen wird. Der Aufbau von mobilen Ställen erfolgt ca. 2 Wochen vor Turnierbeginn; diese  nicht festen, nicht dauerhaften Bauten werden im Anschluß an die Veranstaltung  sofort wieder abgebaut. Es geht also um eine Zeitspanne von ca. 4 Wochen. Es wird auch keine Befestigung der Wiesenfläche geben, die relativ feucht ist; daher wird es eine Drainage geben, die nur temporär genutzt wird, also nach dem Turnier jeweils wieder außer Betrieb genommen wird. Es wird im Untergrund der Wiese keine Strom- oder andere Leitungsverlegungen geben. Die Frage, ob der ALRV diese Fläche in Erbpacht oder auf Mietbasis erhält, ist noch offen. Das Soerser Forum ist der Stadtverwaltung für diese Informationen sehr dankbar.
Man kann sich vorstellen, dass diese Information die Skepsis des Soerser Forums zwar verringert hat (Versprechungen über Flächennutzung im Landschaftsschutzgebiet, damals vor der Weltmeisterschaft der Reiter gegeben, hat man dort noch gut in Erinnerung!);  es darf aber nicht verwundern, dass Soerser Bürger vorsichtig geworden sind mit Versprechungen, weil eben ähnliche Versprechungen bezüglich des Rückbaus der Kutschenstrecke nach der Weltmeisterschaft eher großzügig ausgelegt wurden.
(Immerhin hat es damals seitens des zweiten Vorsitzenden des ALRV öffentlich im Soerser Forum geheißen: "Natürlich bauen wir die Strecke nach der Weltmeisterschaft zurück!" - Allerdings hat der damalige sportliche Leiter als Begleiter des zweiten Vorsitzenden ergänzt: "Man soll nie nie sagen!" - Wer von beiden Recht behalten hat, weiß jeder Soerser zu genau. -  Herr Kempermann sagt jetzt in der Zeitung: "Die Wiesen sollen Wiesen bleiben!").
Warum die politische Entscheidung im Rat der Stadt durch eine Dringlichkeitsentscheidung vorweg beeinflußt wurde, bleibt räselhaft; Eilentscheidungen in so wichtigen Dingen wie der Umwidmung des Landschaftsschutzes gegen den Willen des Landschaftsbeirates vor der Beratung im Stadtrat sind anfechtbar.
 
3. Saint Gobain will auf dem Alt-Tivoli-Gelände einen Pracht-Glas-Bau errichten - und nicht wie von einigen Zeitungslesern bei der Lektüre dieser Information befürchtet im Wäldchen des ehemaliegen Restaurants "Zweistromland". - Im Gegenteil: Nach Fertigstellung des Neubaus von Trianel zwischen dem Wäldchen und dem Tivoli-Neubau wird das Wäldchen aufgeforstet.
 
 
 
 
 
 

                            Abfall-Aufregung                Soers, den 23.3.2013

Das neue Kreislaufwirtschafts- und Abfall-Gesetz 2012 hat u.a. eine umweltverträgliche Wiedergewinnung von Sekundärrohstoffen zur Wertstoffnutzung (Recycling) zum Ziel. Danach wird bezüglich Siedlungsabfall der Erzeuger und Besitzer von Abfall in Privathaushalten unterschieden vom öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger und von privat organisierten Erfüllungsgehilfen.
In der Abfallhierarchie gelten fünf Stufen:
1) Verwaltung 2) Abfallvorbereitung 3) Wertstofferfassung auf Recyclinghöfen
4) Verwertung 5) Deponie.

a) Recyclinghof-Situation in Aachen-Stadt
Um bis 2020 das vorgegebene Ziel von 65% Verwertungsquote der Siedlungsabfälle zu erreichen, ist die vorhandene Kapazität an Recyclinghöfen in Aachen zu gering (8.000 Fuhren/Woche):
- Schadstoffsammelstelle Innenstadt Lilienthalstraße
- Recyclinghof und Kompostierung Brand, Camp Pirotte
- Privatgelände Eilendorf mit städtischer Nutzung als Recyclinghof Kellerhausstraße.
Leider sind die auf Privatgrund in Industriegeländen früher erfolgreich betriebenen Recyclinghöfe Krantzstraße und Liebigstraße entfallen.
Deshalb gibt es seit Anfang 2012 die erregte Diskussion um einen neuen Standort Recyclinghof Nord. Am 3.5.2012 nahm die Bezirksvertreterversammlung Laurensberg einen ersten Sachstandsbericht zur Idee eines Recyclinghofes Hand (zentral zur bevorzugten Zielbevölkerung Laurensberg und Richterich auf ungenutztem Friedhofsgelände gelegen) zur Kenntnis, was am 7.11.2012 zu Bürgerprotesten führte. Mit ungewöhnlicher Form trug daher Dr. Barth, Leiter der Stadtbetriebe am 23.1.2013 als Besucher der Bezirksvertreterversammlung einen Alternativplan zur „Idee Hand“, den Recyclinghof Soers vor. Weitere Alternativvorschläge brachte am 27.2.2013 die SPD-Fraktion der Bezirksvertreter Laurensberg mit „idealen“  (O-Ton Frau Efes) Grundstücken am Toledoring ein, nachdem zuvor Soerser Bürger in der Bezirksvertreterversammlung heftige Proteste vorgetragen hatten. Ein später vom Soerser Forum eingebrachter Vorschlag für einen Recyclinghof Industriegebiet Roder Weg in Richterich wurde am 18.3.2012 bei einer öffentlichen Sitzung der SPD-Ratsfraktion in Laurensberg von Planungsamtleiter Kriesel als „Superstandort“ klassifiziert, den man aber wegen offener Planungsfagen in Sachen „Verkehrsanbindung Richtericher Dell“ und „Trassenführung der 258 n“ nicht bereit ist zu verplanen.
Am 28.3.2013 hat Dezernet Dr. Barth den Steuerungskreis des Soerser Forums empfangen, um neue Alternativvorschläge zu erläutern, die bisher geheim gehalten werden (Stand 22.3.2013). Das Soerser Forum hat verstanden, warum aus wirtschaftlichen und juristischen Gründen zur Zeit eine Diskussion eines weiteren, ausgekuckten Standortes nicht diskutabel ist. Bei diesem Gespräch konnte das Soerser Forum alle Argumente in Bezug auf einen Standort „Stadtgärtnereigelände Soers“ in sachlicher Atmosphäre vortragen. Dabei entstand der Eindruck, dass man in den Stadtbetrieben die problematische Verkehrssituation in der Sackgasse verstanden hat. In den Stadtbetrieben rechnet man in einem Recyclinghof Nord (Soers) im Zwickel eines spitzen Dreiecks, welches aus Richtung Krefelder Strasse die Abzweigungen zur Kläranlage und zum Gefängnis bilden, auf Teilen des für die ursprüngliche Gartenbau-Nutzung auf Dauer nicht mehr benötigten städtischen Geländes mit einem Flächenbedarf von 4.500 qm. Es wurde dem Soerser Forum von Dr. Barth erläutert, wie man sich auf dem Recyclinghof in diesem Zwickel eine Rundfahrt der Anlieferer vorstellt. Für Anwohner von Haaren, Soers, Laurensberg und Richterich sollen täglich 360 Hinfuhren, 360 Leerrückfahrten neben 10 LKW Leerhinfahrten und 10 LKW-Vollrückfahrten mit sortierten Wertstoffen über die Sackgasse, die von der Krefelder Straße (als Straße unter Landeshoheit) abzweigt, als einzige Zufahrt für alle Transporte anfallen. Zur Stadtgärtnerei, zur Kläranlage und zum Gefängnis (mit zahlreichen Gewerbebetrieben und mit JVA-Fuhrpark sowie mit An- und Abfahrt der JVA-Bediensteten bei Schichtwechsel und der Gefängnisbesucher) sowie zu den Wohngebieten Hochbrück (24 Familien) und zu den Häusern der JVA-Beamten-Siedlung (zusätzlich zu Parkverkehr bei großen Alemannia-Spielen) spielt sich aber sowieso schon ohne Recyclinghof reger Verkehr ab. Ein Dauerstau an der Ab- und Auffahrt beider Fahrtrichtungen der Krefelder Straße ist also definitiv vorprogrammiert, was möglicherweise ein Sicherheitsrisiko für das Gefängnis im Fall von Ausbruchversuchen von Gefangenen bedeuten würde; eine diesbezügliche Antwort der Gefängnisleitung hinsichtlich einer schriftlichen Anfrage des Soerser Forums steht aus (Stand 11.4.2013).
Nach Besichtigung des Wertstoffhofes Eupen (am Bahnhof) hat das Soerser Forum gelernt, wie dort umweltfreundlich und auf engem Raum Recycling betrieben wird (170 Fuhren pro Tag). Ein schöner Anblick sind allerdings die aufgereihten Container nicht, wenn auch dort ein Gewerbegebiet diesen Aspekt in seiner Bedeutung schmälert, bzw. hier bewiesen wird, dass ein Recyclinghof unbedingt in ein Gewerbegebiet gehört.
Abgesehen von nach wie vor bestehenden Bedenken wegen Lärm- und Geruchsbelästigungen für alle unmittelbaren Anwohner (750 Gefangene, 400 JVA-Beamte, ca. 100 – 200 Bürger der Nachbarschaft) ergeben sich weitere ökologische Probleme: Unter Würdigung der Beeinträchtigung des Luftaustausches in der Kaltluftschneise Wurmauen (laut Klimagutachten der Stadt entscheidend für Frischluftzufuhr zur Innenstadt) ist bei zu erwartenden Baumaßnahmen und Containerlagerung im Recyclinghof und bei eventueller Nutzung der benachbarten Parkplatzwiese Eulersweg für ALRV-Bauten eine unerwünschte Verdichtung der Bebauung unmittelbar neben den Landschaftsschutzgebieten Hochbrück und Soers zu befürchten; wenn wöchentlich 2.160 Hin- und 2.160 Rückfuhren, als insgesamt 4.400 Fahrten zusätzlich anstehen, von denen der geringere Teil über die Autobahn abgewickelt werden wird, erhöht sich die Verkehrsdichte durch die Soers von und nach Laurensberg und Richterich erheblich, was kontraproduktiv zu den erfolgreichen Verkehrsberuhigungsmaßnahmen der zuständigen Dezernentin Nacken ist. Hochgerechnet auf ein Jahr nach der frühesten Eröffnung des Recyclinghofes Nord 2015 ergäbe sich eine Hin- und Rück-Fuhrenbelastung von 200.000 pro Jahr; weil man aber mit ständiger Zunahme der Nutzung rechnen kann, ist die Steigerungsquote der Verkehrsbelastung in 10 Jahren unabsehbar groß.
In Bezug auf alle diskutierten oder neuen Alternativstandorte ist das eingeleitete Plangenehmigungsverfahren (samt Emissionsgutachten und Verkehrsgutachten) bis zur Entscheidung vorläufig ausgesetzt, weil man nicht will, „dass zwei hochwertige Lokomotiven, die Verwaltungs-Lok und die Lok beherzter Bürgerproteste aufeinander zurasen“ (Originalton Dr. Barth).

b) Kampf um Abfall (Was das Soerser Forum beim Anhörungstermin am 19.3.2013 von Bürgern gelernt hat)
Kommunen fordern als öffentliche Hand „Systemführerschaft“ in Sachen „Wertstoffrückgewinnung“, scheinen sich also z.B. gegen Privatisierung der „gelben Tonne“ zu wenden und wollen privatwirtschaftlich geführte, dezentrale Recyclinghöfe möglicherweise gern verhindern, weil Recycling zukünftig ein großes Geschäft sein wird. Hinter allem Geplänkel steht aber auch die bessere Auslastung der Müllverbrennungsanlagen (thermisches Recycling). Daraus resultiert der Vorwurf der kommunalen Verwertungsbetriebe, die privaten Verwerter betrieben teilweise „Scheinverwertung“, und so wird seitens der Behörde die Produzentenverantwortung in Frage gestellt, die richtigerweise auf dem Verursacherprinzip beruht. Bei marktwirtschaftlich basierten Lösungsansätzen des Recyclings würden sozusagen „automatisch“ sinnvolle, dezentrale Ansätze auf privatrechtlicher Grundlage gefördert, wenn wirkliche Handlungsfreiheit gelten würde (so die Ansicht des Soerser Forums).
Es wäre sinnvoll, eine noch ausstehende, gesetzliche Regelung zu finden, die beim
sogenannten „dritten Entsorgungspfad“ (inklusive Recyclinghöfe) die Kommunen aus der Pflicht entlässt, allein  Siedlungsabfall-Kreislauf zu verantworten; statt dessen sollte man die Privatwirtschaft nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage mithandeln  lassen (Holsysteme als farbige Tonne in Form eines Wertstoffgefäßes mit spezieller Zielfunktion oder Bringsysteme wie Container in Wohngebieten mit speziellen Öffnungszeiten oder private Recyclinghöfe wie jetzt schon bei Grünabfall erfolgreich praktiziert).
Die „krampfhafte“ Suche nach Grundstücken für Recyclinghöfe (möglichst auch im Besitz der öffentlichen Hand, um Kaufpreis zu sparen) ist zweifelhaft, weil die resultierende Zentralisierung in wenigen Großrecyclinghöfen ökologisch sinnlose, lange Privat-Transportwege und hohen Fuhrenbelastung im Umfeld der Zentren verursacht; dagegen würde ein freies Spiel der Kräfte strategisch sinnvolle, da weniger Verkehr bedingende, viele kleine, lokal orientierte, dezentrale Sammelstellen „wie Pilze aus dem Boden schießen lassen“ und Groß-Recyclinghöfe erübrigen.
Ist im Übrigen einmal die Rechtsgrundlage für einen neuen kommunalen Recyclinghof gefunden und „zementiert“ (auch durch Baumaßnahmen), so neigt dieses öffentlich-rechtliche System dazu, sich am Ort des Recyclinghofes Schritt für Schritt auszudehnen und zur Dauereinrichtung „wie eine Krake“ zu werden. Wenn dagegen eine privatwirtschaftlich geführte, lokale kleine Sammelstelle z.B. unlukrativ wird, kann der Unternehmer aus finanziellen Gründen gar nicht anders als diesen Minirecyclinghof zu schließen; da er aber nicht rechtlich zur Aufrechterhaltung des Recyclinghofes gezwungen wäre (wie jetzt die Kommune), regelte sich die Wertstoffrückgewinnungsquote nach Angebot und Nachfrage im Sinne der geforderten 65%-Zielsetzung markwirtschaftlich „von selbst“.
Leider sind Gewerbegebiete darauf aus, solche Gewerbe anzusiedeln, die „sauber“ sind, weshalb eine Diskussion z.B. von einem Recyclinghof auf „Avantis“ (vom Standort „Hand“ als geographischer Zentrale zwischen Richterich und Laurensberg nur 3,8 km, also gleichweit wie der Recyclinghof Soers von diesem Zentrum beider Bezirke entfernt!) von der Behörde und von der Politik rundweg abgelehnt wird: man hofft wohl immer noch auf „Kundschaft in der Wüste“, um sich das Scheitern dieses Projektes eines Hightechgewerbegebietes nicht eingestehen zu müssen. – Auch das vom Planungsamtleiter Kriesel (18.3.2013 bei SPD-Fraktion in Laurensberg) als „Superstandort“ bezeichnete Gewerbegebiet Roder Weg mit dem Zubringer Kohlscheider Straße und mitten in Richterich gelegen und damit sowohl planungstechnisch eventuell relevant für die Verkehrsanbindung des neuen Wohngebietes „Richtericher Dell“ als auch für eine Trassenführung der 258n denkbar wird von der Verwaltung „offen“ gehalten, d.h. nicht für einen öffentlich-rechtlichen Recyclinghof auf städtischem Gewerbegebietgrundstück diskutiert, weil man planungsrechtlich nur langsam vorankommt (vor allem in Sachen 258n) und sich also auf dem eigentlichen „Superstandort“ nichts verbauen will. Hier wären baldige Entscheidungen im Sinne eines „Superstandortes“ des Recyclinghofes Roder Weg wohl angebracht.
Da in Sachen „Standort Recyclinghof Nord“ nicht die Leitung der Stadtbetriebe, sondern die Politik entscheiden wird, steht noch die Diskussion des neuen Gewerbegebietes „südlich vom Toledoring“ (als SPD-Vorschlag) als Standort an, wobei ein Flächentausch dieses vorerst privaten Grünlandes mit anderen städtischen Flächen denkbar ist; aber auch dieses Gewerbegebiet in unmittelbarer Nähe zum „Campus West“ wird schon jetzt als „bitte sauber zu haltendes“ Gewerbegebiet reklamiert; Argument, die Fläche gehöre nicht der finanziell klammen Stadt, erscheint vorgeschoben, um keine Hightech-Interessenten für den Campus West vor den Kopf zu stoßen. Dabei ist ein Recyclinghof eingestuft als „nicht störendes Gewerbe“.

c) Résumé:
Nach Meinung des Auditoriums des Soerser Forums (am 19.3.2013) ist ein Recyclinghof Soers nicht in unmittelbarer Nähe des Landschaftschutzgebietes Soers, nicht in der Sicherheitszone des Gefängnisses, nicht in dem Wahrnehmungsbereich der Wohngebiete nebenan ansiedelbar und für eine Anbindung des täglichen Verkehrs von 360 Hin- und 360 Rückfuhren (also 720 Fuhren) plus 20 täglichen LKW Hin- und Rücktransporten in einer jetzt schon überlasteten Sackgasse ohne Ampelregelungsanbindung an die landesrechtlich bewirtschaftete Doppelspur–Krefelder Straße völlig ungeeignet. Daher bittet das Soerser Forum die verantwortliche Politik um baldige Entscheidung gegen diesen Standort, wofür die Politik sich der vollen Unterstützung des Soerser Forums gewiss sein darf.
Das Soerser Forum unterstützt ja in den meisten Fällen politisch sinnvolle Vorhaben und pflegt seit langem einvernehmliche Aktionen mit der Politik (und nicht gegen sie!!!) und mit der Verwaltung. Insofern soll die Meinung des Soerser Forums gegen einen Recyclinghof Nord in der Soers die Bürger nicht gegen Politik mobilisieren (und damit u.U. Wahlverdrossenheit fördern), sondern gerade das Gegenteil verursachen: Bürger an öffentlichen Meinungsbildungsprozessen beteiligen und Argumente zur freien Entscheidungsfindung für oder gegen ein diskutiertes Projekt liefern. Demokratie lebt von Parteienmehrheiten in der Regierung, aber auch von Bürgermeinungen in außerparlametarischen Initiativen. So jedenfalls versteht sich das Soerser Forum nur als Diskussionsplattform. Entscheidungen werden von Parteienmehrheiten und bei Wahlen von den Bürger, nicht aber von Bürgerinitiativen getroffen. Das weiß der mündige Bürger schon sauber zu unterscheiden.